Compare with  
Legend:
inserted text deleted text

Redeflussstörung: Stottern und Poltern

Zusammenfassung

  • Definition:UngewolltStörungen mangelndeder FlRede- oder Sprechflüssigkeit immit verbalenüberwiegend Ausdruck sowie gestörter Sprechrhythmus. Es gibt immer mehr Belege dafür, dass eine dergenetischen Ursachen eine entsprechende genetische Disposition ist, während Umweltfaktoren Einfluss auf die Schwere der Störung haben.
  • Häufigkeit:EtwaPrävalenz des Stotterns unter Kinder und Jugendlichen im Alter von 2–18 Jahren bei etwa 1–1,4  %. allerDas Kindermännliche unter 10 JahrenGeschlecht ist häufiger betroffen.
  • Symptome:Stottern istführt durch Unterbrechungen des Redeflusses gekennzeichnet, die häufiger sind als beimzu typischen KleinkindstotternUnflüssigkeiten (Stotterereignissen), wie z. DasB. Blockierungen, Stottern kannWiederholungen von sekundSilben und Lautdehnungen. Beim Poltern zu schnelle oder irregulärenre typischenSprechweise Verhaltensweisenmit Auslässen begleitetoder seinZusammenziehen von Silben. Begleitsymptome und Komorbiditäten umfassen Vermeidungsstrategien und Angststörungen.
  • Befunde:Bei der klinischenklinisch-neurologischen Untersuchung ergebenin sichder Regel keine auffälligen Befunde, zu beachten sind, ob Zeichen einer neurologischen Erkrankung vorliegen.
  • DiagnoseDiagnostik:BeiBefragung einerder logopädischenBezugspersonen und Screening-Untersuchung. könnenWeiterführende formellespezialisierte TestsDiagnostik durchgeführtmit werdenBeurteilung des Sprechens, umSprechproben denund Schweregradstandardisierten festzustellenTestverfahren.
  • BehandlungTherapie:DieBei Qualithoher Rate an Spontanremission zunätchst beiBeobachtung derüber Dokumentation6–12 von Behandlungseffekten ist stark variierendMonate. EsBei kommtausbleibender sehrBesserung hoder sozioemotionaler Belastung bzw. Beeinträufigchtigung zuTherapieindikation. einerWirksame SpontanheilungTherapieverfahren umfassen Sprechrestrukturierung, Stottermodifikation, operantes Lernen und indirekte Verfahren. 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Bezeichnung Redeflussstörung wird als Überbegriff für Stottern und Poltern verwendetgehören zu den Redeflussstörungen, die die Kontinuität, Glattheit, Rate und/oder Anstrengung der Sprachproduktion betreffen. Schwierigkeiten in diesem Bereich setzen sich häufig komplex zusammen. In diesem Dokument geht es vor allem um das Stottern.
  • Stottern:1-3
    • Definiert als unwillentlich mangelnder Fluss des verbalen Ausdrucks mit Störungen des Sprechrhythmus.1
    • Laut WHO ist Stottern eineund StörungPoltern dessind Sprechrhythmus,nicht beiTeil der diephysiologischen Betroffenen genau wissen, was sie sagen wollen, dies aufgrund einer unwillentlichen, wiederholten Verlängerung oder Unterbrechung des Lauts in eben diesem Moment aber nicht können.
    • Normalerweise zeigt sich Stottern in einer Wiederholung von Lauten, Silben oder Wörtern oder wie eine Sprechblockade bzw. verlängerte Pausen zwischen den Lauten und Worten.
    • Kinder mit Sprechstörungen wie Stottern haben ein erhöhtes Risiko, Lese- und Schreibprobleme zu entwickeln, wenn sie mit der Schule beginnen.2
    • Frühzeitige Maßnahmen können verhindern, dass es zu schwerwiegenden Folgen wie z. B. Lernschwierigkeiten, psychischen und sozialen Problemen kommtSprachentwicklung.3-4 Eine frühe Intervention reduziert auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Stottern dauerhaft bleibt.
  • Sekundärphänomene beim Stottern:1-4
    • StotternStörung wirddes oftSprechflusses und des zeitlichen Ablaufs des Sprechens mit typischen Unflüssigkeiten (z. B. Wiederholung von Augenzwinkern und Augenkneifen, Tics der Kiefer und unwillkürlichen Bewegungen des KopfesLauten oder anderer Körperteile begleitet. Mit diesen Verhaltensweisen versuchen Betroffene häufig, das Stottern zu reduzieren. Sie können allerdings die Verlegenheit der Betroffenen und die Angst vor dem Sprechen verschlimmern.
    • Ältere Kinder und Erwachsene entwickeln bisweilen solche ablenkenden Verhaltensweisen im Versuch, das Stottern zu verbergen. Dazu gehören auch der Austausch von Wörtern, die Verwendung von Interjektionen und das Abändern von Sätzen. Dies kann dazu führen, dass Betroffene etwas anderes sagen als das, was sie beabsichtigt hatten.Silben)
  • Poltern:1-3
    • KannStörung unabhdes Sprechflusses mit zu schneller und/oder irregulängigrer Sprechweise (z. B. Zusammenziehen oder inAuslassen Verbindungvon mitSilben)

Klassifikation der Redeflussstörungen1,3

  • Stottern
    • originäres Stottern
      • originäres auftreten.neurogenes nicht-syndromales Stottern
        • häufig
        • BeimStottern Polternseit handeltder esKindheit sichohne inerkennbare ersterUrsache
        • genetisch Liniebedingte, um einezentralnervöse Störung des RedeflussesSprechens und desseiner Sprechtempos, die Störung kann aber auch beim Lautsystem, im Satzbau und in der Sprachverwendung zum Ausdruck kommen. Poltern ist häufig durch unregelmäßiges, temporeiches Sprechen mit ungenügender artikulatorischer Präzision gekennzeichnet. Personen, die poltern, sind sich häufig dieses Problems gar nicht bewusst.Planung
      • originäres neurogenes syndromales Stottern
    • erworbenes Stottern
      • erworbenes neurogenes Stottern
        • selten
        • im Rahmen von organischen/funktionellen Hirnschädigungen
      • psychogenes Stottern
        • selten
        • nach psychischen Traumata oder im Rahmen psychiatrischer Grunderkrankungen
  • Poltern

Häufigkeit

Stottern

  • Stottern tritt in allen Altersgruppen auf, ist aber am hPräufigsten valenz bei jüngeren Kindern in der Sprachentwicklungs- und Sprachlernphase.
  • StotternJugendlichen kann(2–18 auchJahre) invon jedem Alter kommen und gehen, wobei sich Perioden mit Stottern mit Perioden normalen Sprechens abwechseln können.
  • Gemäß einer Studie tritt Stottern bei etwa 1–1,4  % aller Kinder unter 10 Jahren auf.1-2,5
  • Das Stottern hört bei fast 80 % der Betroffenen im jungen Erwachsenenalter auf (der Anteil an Personen, bei denen das Stottern spontan aufhört, variiert in den verschiedenen Studien, bei einigen StudienJungen sind eshäufiger sogarbetroffen nur 23 % der Betroffenen). Zwischen 0,7 und 1 % der erwachsenen Bevölkerung stottern, und 80 % davon sindalsnnerdchen (3:2).61
  • Die Prävalenz desbei Stotterns ist unabhängig vom sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen oder ethnischen Hintergrund.Erwachsenen51-2,6
    • 0,2 % der Frauen
    • Stottern0,8 ist bei Jungen häufiger als bei% derdchen, und mehr Mädchen als Jungen wachsen aus dem Stottern hinaus.nner

    Klassifizierung

Poltern

  • StotternKeine istpräzisen als EntwicklungsstörungPrävalenzdaten, neurogenejedoch odervermutlich psychogene Störung klassifiziert.
  • Stottern als Entwicklungsstörung:
    • Dies ist die häufigste Form.
    • Sie wird bei Kindern im Alter von drei bis acht Jahren erkannt und ist mit mehr als 80 % der Fälle an der Gesamtmenge beteiligt.seltener71
    • Etwa 75 % der Vorschulkinder mit entwicklungsbedingtem Stottern hören innerhalb von etwa vier Jahren spontan auf zu stottern.6 In dem Zeitraum, in dem sie stottern, können sie allerdings unter psychischen Problemen und Mobbing leiden, was unter anderem zu einer sozialen Phobie führen kann.3
    • PatientenIn miteinzelnen entwicklungsbedingtemStudien StotternPrävalenzen habenbei zu Beginn milde Symptome, die entweder zurückgehen oder sich zu schwereren Symptomen entwickeln und dabei sekundäre Verhaltensweisen auslösen.
  • Neurogenes Stottern:
    • Beruht meist auf einer neurologischen Störung, wie einer traumatischen Hirnschädigung, einem Schlaganfall oder anderen Hirnverletzungen.
    • Das entwicklungsbedingte Stottern unterscheidet sich vom erworbenen Stottern dadurch, dass Stottern am AnfangKindern von Wörtern1,1–1,8 und sekundäre Verhaltensweisen häufiger auftreten als beim erworbenen Stottern.
    • Normalerweise bleibt das Stottern nicht über die gesamte Lebensdauer unverändert.
  • Psychogenes Stottern:
    • Dabei handelt es sich um eine ungewöhnliche Form des Stotterns mit schnellen Wiederholungen des Startlauts.
    • Es tritt bei Erwachsenen auf, die ein psychisches oder emotionales Trauma erlitten haben und deren Anamnese auf keine andere bekannte Ursache schließen lässt.
    %1

Ätiologie und Pathogenese

Ätiologie

  • Genetische Einflüsse1,3,7-10
    • hohe Erblichkeit (Heritabilität) des originären Stotterns (etwa 70–80 %)
      • besonders hohes Risiko für Söhne stotternder Frauen
    • Eine Reihegenetische vonDisposition Faktorenist könnenauch dasbeim StotternPoltern beeinflussen,anzunehmen.
    • Mittels abermolekulargenetischer dieUntersuchungen Ursachewurden zahlreiche Dispositionsorte für das Stottern ist unklar. Viele Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass Stottern eine neurobiologische Grundursache hat, die mit Problemen bei der Steuerung des Sprechens zusammenhängt.8 Für die weitere Entwicklung des Stotterns können sowohl Umweltfaktoren als auch genetische Dispositionen Bedeutung habenidentifiziert.
    • ZuGeschlechterdifferenzen denhinsichtlich möglichen beitragenden Faktoren gehören die psychischenHäufigkeit und kognitivenRemissionswahrscheinlichkeit Verarbeitungsfähigkeiten, die Genetik, das Geschlecht des Patienten sowie Umweltbedingungen.
    • Das Stottern tritt in dem Alter auf, in dem Kinder beginnen, ihre sprachlichen Fähigkeiten in großem Umfang zu erweitern. In der Regel entwickelt sich das Stottern allmählich, manchmal kann es aber ganz plötzlich auftreten.
    • Stottern tritt in Kommunikation mit anderenberuhen auf undgenetischen wirkt sich auf den kommunikativen Prozess aus: „For most stutterers it takes two to tango“.
    • Forschungsarbeiten zu den Fähigkeiten und Verhaltensweisen bei Menschen, die stottern, wurden vor allem bei Erwachsenen durchgeführt.

    Kognitive Fähigkeiten

    • Ein Teil der Erwachsenen, die stottern, weist andere kognitive Prozesse auf als diejenigen, die nicht stottern.9-10
    • Langsamere Verarbeitung?
      • In einer kleinen Studie hat sich gezeigt, dass Erwachsene, die stottern, eine längere Reaktionszeit als diejenigen haben, die fließend sprechen, wenn sie vor eine kognitive Aufgabe mit zunehmender Komplexität gestellt werden.9
      • Die Personen, die stotterten, verwendeten bei diesen kognitiven Prozessen die rechte Gehirnhälfte stärker als diejenigen, die fließend sprachenUrsachen.
    • Funktionelle Veränderungen im Gehirn?Umwelteinflüsse
      • Invermutlich einer weiteren Studie, inUrsachen der MRTnicht-Aufnahmengeteilten der(individuellen) HirnfunktionenUmwelt1
    • Eltern-Kind-Beziehung
      • Der beisprachliche Personen,Umgang mit dem Kind hat keinen primären Ursachenanteil.
      • Der Erziehungsstil (z. B. hohe Leistungsanforderungen) ist für die stottern, mit denen bei Personen, dieEntstehung nicht stottern,verantwortlich.
      • Eltern verglichensollten wurden,hinsichtlich wurdemöglicher festgestelltSelbstvorwürfe beruhigt werden, dass dassie Nervensystemkeine beiSchuld deram Vorbereitung und ProduktionStottern des SprechensKindes anders aktiviert wirdtragen.101
    • Psychogenes Stottern
      • selten, meist postpubertär3
      • Esmeist stellteim sichRahmen heraus,eines dassTraumas sichoder diejenigen,einer diepsychiatrischen stotterten, stärker darauf konzentrieren mussten, Sprache zu erzeugen, und weniger freie Kapazitäten für gedankliche Tätigkeiten hatten außer den Gedanken daran, das Stottern zu begrenzen.
      • Da keine Studien mit Hirnscans bei stotternden Kindern vorliegen, konnte der Zusammenhang zwischen den kognitiven Funktionen und dem Stottern in der Kindheit noch nicht untersucht werden.Grunderkrankung

    GenetikPathogenese

    • DerDie Zusammenhanghäufigste zwischenForm genetischen(originäres, Faktorenneurogenes Stottern) ist eine zentralnervöse Störung der Sprechmotorikkontrolle und demder Stottern wird immer stärker untermauertSprechplanung.111
    • InAls einerKorrelate Zwillingsstudiefinden wurdesich strukturelle festgestellt,und dassfunktionelle fastAuffälligkeiten 70 %im der Varianz genetischen Ursachen, der Rest Umweltfaktoren zugeschrieben werden konnteZNS.121-3
    • Geschlecht:
      • HatGestörte einenInteraktion starkender Einfluss auf das Stottern mit erheblicher Überrepräsentation bei Jungenauditorischen, auchsomatosensorischen,
        sprechplanerischen beiund densprechmotorischen jüngsten Betroffenen.13
      • Ein Rückgang des StotternsNeuronennetzwerke im Erwachsenenalter tritt häufiger bei Mädchen als bei Jungen auf.Gehirn6
      • Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen beträgt 2:1 bei Kindern und 5:1 bei Erwachsenen.11-3
      • Die genaueFolgen genetischesind ÄtiologieSchwierigkeiten istim nochSprechablauf, unklarSprechrhythmus, Sprechmotorik, Sprechatmung, Artikulation und Phonation.14-15

    Umwelt

    • Umweltfaktoren wie z. B. belastende soziale Situationen, anstrengende Telefongespräche und negative Erfahrungen beim Sprechen können zu einer Verstärkung des Stotterns beitragen.
    • Der Angstpegel bei Menschen, die stottern, hängt von der Kommunikationssituation ab.161
    • NachweislichHirnfunktionelle reagierenAuffälligkeiten Kinderbeim imStottern Vorschulalter,nach dieerfolgreicher stottern,sprechflüssigkeitsherstellender stTherapie möglicherweise rücklärker emotional, und sie haben größere Probleme, flexibel mit ihrer Aufmerksamkeit und ihren Emotionen umzugehen als Kinder, die nicht stottern.ufig171

    ICPC-2

    • P10 Stammeln/Stottern/Tic

    ICD-10

    • F98 Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
      • F98.5 Stottern
      • F98.6 Poltern

    Diagnostik

    Diagnostische Kriterien

    • Screening auf Stottern ist durch UnterbrechungenBefragung beimder Sprechen gekennzeichnet:
      • TrittEltern in derKindervorsorgeuntersuchungen Regel(U7a, beimU8, erstenU9) Wortund eines Satzes auf.Screening-Instrumente2-3
      • Tritt in der Regel bei der ersten SilbeDiagnosekriterien des Wortes auf.Stotterns1,3
        • stottertypische Sprechunflüssigkeiten (Stotterereignisse) in mind. 3 % der gesprochenen Silben
        • NeurogenesDiagnosestellung möglich auch bei:
          • lang dauernden Stotterereignissen
          • emotionaler Belastung
          • Vermeideverhalten
          • Begleitsymptomen (z. B. Anstrengung, Mitbewegungen).
      • Beim Poltern gibt es bisher keine klaren Kriterien zur unzweifelhafte Diagnosestellung.1
        • Kombinationen aus Stottern tritt verstreuter über alle Wörter und Silben auf. AußerdemPoltern sind weniger sekundhäre Verhaltensweisen zu beobachtenufig.31

      Differenzialdiagnosen

      • NormaleNicht mangelndepathologische FlSprechunflüssigkeit beim Sprechen (normales Stammeln bei kleinen Kindern):ssigkeiten1,3
        • PauseWiederholungen zwischenvon Wörtern und Phrasen
        • Selbstkorrekturen (Revisionen)
        • Satz- und Wortabbrüche
        • gefüllte (z. BeimB. „äh“) und stille Pausen
        • Dehnungen
        • Einschübe wie „na“ (Interjektionen)
        • Floskeln (z. B. „guck“)
      • Syndromales neurogenes Stottern1,3
      • Erworbenes einerneurogenes PauseStottern1
        • bei inakuter oder chronischer Hirnschädigung (z. B. Schlaganfallinfantile Zerebralparese)
        • Die Therapie der erstenGrunderkrankung Silbesteht einesim Wortes.
        • Zögern oder Unterbrechung, wenn das Kind versucht, die richtigen Worte für seine Gedanken zu finden.
        • Es werden ganze Wörter wiederholt.
        • Es werden Satzteile wiederholtVordergrund.
      • Poltern,Psychogenes übliche Merkmale:Stottern1
        • Unregelmäßigoft beschleunigendesStotterbeginn Sprechtemponach dem 12. Lebensjahr
        • Vielein Wiederholungenerster vonLinie SilbenPsychotherapie, Wggf. ergänzende Sprachtherapie
      • Ticstörternrungen
      • Verhaltensstörungen1
      • Psychogene Redehemmung (totaler oder selektiver Mutismus)Tics1

      Anamnese

      Zeitlicher Verlauf1

      • In 40–50 % der Fälle plötzlicher Beginn (innerhalb von 3 Tagen)
      • Alter bei Beginn
        • ab einem Alter von 2–3 Jahren
        • bei der Hälfte vor dem 4. Lebensjahr
        • bei 3/4 vor dem 6. Lebensjahr
        • fast immer vor dem 12. Lebensjahr
      • Fluktuation zwischen ausgeprägter und geringer Stotterhäufigkeit und -schwere bei Stottern isthäufig, durchbei UnterbrechungenPoltern seltener

      Symptome des SprechensStotterns1-3,11

      • Repetition gekennzeichnetvon Lauten, Silben und einsilbigen Wörtern
        • z. B. „Bi Bi Bi Bitte!“, „A-a-aber", „mit-mit-mit dem Auto“
      • StotternWortunterbrechungen
        • z. B. „Regen ... tonne“
      • Lautdehnung
        • z. B. „LLLLLass mich in Ruhe!“
      • Blockierung (hörbar oder stumm)
        • z. B. „Ich --- kann sichdas auf sehr unterschiedliche Weise in verschiedenen Altersstufen und von Person zu Person zu manifestieren. Einige Betroffene stottern nur leicht und ohne besondere Anstrengung, andere stottern sehr stark und viel.nicht“
      • StotternCharakteristische kannBegleitsymptome
        • physische kommen und gehen und sich mit Perioden flüssigen Sprechens abwechseln.Anspannung
        • EsMitbewegungen besteht eine Tendenz(Mimik, dass sich Stottern so entwickeltGestik, dass Kinder zunächst nur wenig und sanft stottern und dann immer häufiger und stärkerRumpf, je Extremitälter sie werden.ten)
      • MenschenSprechintention mitunbeeinträchtigt ausgeprägtem(Betroffene Stottern können Angst haben zu sprechenwissen, was ksie sagen mörperlichechten)

      Symptome Auswirkungendes wiePolterns1,3

      • Zu schnelle und/oder irreguläre Sprechweise
      • Unregelmäßige lautliche Auffälligkeiten
      • Zusammenziehen oder Auslassen von Silben und Ungenauigkeiten („Nuscheln“)
      • Auffälligkeiten von Pausen, Sprechrhythmus und Silbenbetonung
      • Stotteruntypische Unflüssigkeiten
        • z.  B. MuskelanspannungenWort- und emotionaleSatzteilwiederholungen Folgenstatt wieSilbenwiederholungen
      • Beim Poltern im Gegensatz zum Stottern geringeres Symptombewusstsein und weniger starke psychosoziale Belastung

      Begleitsymptome und Beeinträchtigungen1-3

      • Sprechängste
      • Vegetative Reaktionen (Erröten, Schwitzen)
      • Emotionale Belastung (Peinlichkeit, Scham, Frustration, Wut, innere Anspannung)
      • Veränderungen der Sprechweise (z.  B. SchFlüchternheitstern, undSingsang, Frustration nach sich ziehen kann.Schreien)
      • Menschen,Beeinträchtigungen dieder stottern, werden unter Umständen auch sozial stigmatisiert und als weniger begabt erlebt als Menschen, die nicht stottern.Kommunikation
      • StotternSoziale kann als Hindernis wahrgenommen werden, eine Arbeit zu finden oder befördert zu werden, Ängste und das Stottern kann sich bei einigen Betroffenen darauf auswirken, wie sie ihre Arbeit erledigen.andere 18Angststörungen
      • Stottern kann sich auf dasVermindertes Selbstwertgefühl,
      • Vermeidungs- dasoder SelbstbildUmgehungsverhalten
        • z. sowieB. keine diemündliche schulischenMitarbeit undin beruflichender VerhältnisseSchule
        • Kann auswirkenzu unerkanntem Stottern führen (verdecktes Stottern).

      Klinische Untersuchung

      • ZuAllgemeine untersuchenkörperliche ist,und oborientierende neurologische SchädigungenUntersuchung
      • Beachtung möglicher Symptome neurologischer oder neuropsychiatrischer Erkrankungen1

      Diagnostik vorliegenbei Spezialist*innen

      • Der gesamte Abschnitt basiert auf diesen Referenzen.1-3
      • Ziel der Diagnostik
        • Erfassung der Kernsymptomatik (Stottersymptome)
        • Erfassung der Begleitsymptome sowie des Kommunikations- und Sozialverhalten (Aktivität und Teilhabe)
        • Erhebung der sozioemotionalen Belastung
        • Einbeziehung der Reaktionen aus dem sozialen Umfeld (Umweltfaktoren)
        • Bestimmung des Therapiebedarfs

      Screening

      • Durchführung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen (U7a, U8, U9)
      • Routinemäßige Befragung der Eltern auf Stottersymptome
      • Orientierende Beurteilung der Sprachentwicklung
      • Einsatz von Screeninginstrumenten

      Beurteilung der SchwereRedeflussstörung

      • Es werden verschiedene Klassifizierungssysteme verwendet. Hier folgt eine vereinfachte Einteilung.Spontansprachbewertung
      • MildesEinschätzung Stotterndurch nichtprofessionelle Beurteiler*innen und Selbsteinschätzungen
      • Aufzeichnung von Sprechproben
        • objektives Verfahren mit Untersuchung mehrerer Video- oder Audioaufzeichnungen von mind. 300 Silben pro Aufnahme
        • Beurteilung von:
          • TrittStotterhäufigkeit in(% dergestotterter Regel im Alter zwischen drei und fünf Jahren auf.Silben)
          • Es zeigt sich in Dauer der Regellängsten mit den gleichen Wiederholungen beim Sprechen, die auch bei normalem, nicht-flüssigem Sprechen zu beobachten sind (normales Stammeln bei Kleinkindern).Stotterereignisse
          • Die Wiederholungen sind allerdings häufiger und werden möglicherweise auch von sekundären Verhaltensweisen begleitetBegleitverhalten.
          • Obwohl die Betroffenen und ihre Familien in der Regel bei mildem Stottern nicht beunruhigt sind, wird eine frühzeitige Diagnosestellung und Überweisung zur Logopädie empfohlen, um zu verhindern, dass sich das Stottern verstärkt.3
        • Schwereswesentlich Stottern:zur Festlegung des Stotterschweregrads
      • Psychometrische Testverfahren und Fragebögen
        • Setzt„Test of Childhood Stuttering“ (TOCS) in derdeutscher Regel im Alter zwischen drei und sieben Jahren ein.Fassung
        • Selbst„Stuttering wennSeverity derInstrument“ Schweregrad(SSI-4) in dendeutscher erstenFassung
        • „Overall sechsAssessment Monatenof nichtthe aufSpeakers' dieExperience Wahrscheinlichkeitwith einesStuttering“ spontanen Rückgangs schließen lässt, muss es nach sechs Monaten Anzeichen(OASES)
        • Fragebogen für eineKinder Verminderungund derJugendliche Symptomezur geben.1
        • InErfassung denihrer meistenpsychosozialen FällenBelastung schweren Stotterns trittdurch das Stottern
        • „Fluency beiAssessment Battery“ wenigerzur als 20 % der Wörter auf. Das Stottern erfolgt aber in fast jedem Satz und wird oftBeurteilung von Sekundär- und Vermeidungs-Verhaltensweisen begleitet. Darüber hinaus führt es häufig zu Verlegenheit und Angst vor dem Sprechen.Poltern

      AuswirkungenWeiterführende auf die Patienten und ihre FamilieDiagnostik

      • UnabhDiagnostik auf psychische Begleitstörungen bei entsprechenden Hinweisen
      • Bei untypischer Präsentation (z. B. bei Stotterbeginn nach dem 12. Lebensjahr) Abklärung eines erworbenen neurogenen oder ein psychogenen Stotterns
        • apparative Diagnostik abhängig vom Schweregrad solltevon der ArztVerdachtsdiagnose beurteilen,(z. obB. daszerebrale Stottern zu Ängsten oder starken Unannehmlichkeiten für den Patienten oder die Familie führt.
        • AuchBildgebung bei milderemvermuteter Stottern kann eine Überweisung zur LogopHirnschädie zu empfehlen sein.digung)

        Ergänzende Untersuchungen

        • Logopäden führen formelle Tests und eine Bewertung des Stotterns durch.
        • Die Beobachtung der Interaktion zwischen Eltern und Kindern ist wichtig. Eltern, die oft unterbrechen oder schnell sprechen, können die Redeflussstörung des Kindes noch verstärken.

        Indikationen zur Überweisung

        • Kinderärzte,Verdachtsdiagnose Erzieherinnen,von LehrerinnenRedeflussstörungen und Lehrer, Sozialarbeiter, Schulkrankenschwestern und Hausärzte spielen eine zentrale Rolle beiin der BeurteilungRegel vondurch Patienten, die stottern, da sie meist die ersten Kontaktpersonen für Eltern und Patienten sind, die über dieses Problem sprechen wollen.
        • Obwohl es in vielen FKinderällen zu einem spontanen Rückgang kommt, wird eine Überweisung zur Behandlung in folgenden Fällen empfohlen:rzt*innen1-3
          • wennz. dasB. Stotternim schwerwiegendRahmen istder oderVorsorgeuntersuchungen länger(U7a, alsU8, sechs bis zwölf Monate anhält,U9)
        • wennAbhängig invon der FamilieDauer bereitsund Fälledem vonSchweregrad Stotternder vorliegen,Redeflussstörung Überweisung zur Diagnostik und Behandlung12
        • wennDurchführung dieder Familieweiterführenden oderStotterdiagnostik1
          • erfolgt dieim BetroffenenRegelfall sehr besorgt über ihr Stotterndurch:
            • Phoniater*innen und dasPädaudiolog*innen
            • Kinder damitund verbundeneJugendpsychiater*innen
            • Logopäd*innen/Sprachtherapeut*innen.
          • bei Verhaltenentsprechender sindSpezialisierung auch durch:
            • Pädiater*innen
            • psychologische Psychotherapeut*innen
            • Sonderpädagog*innen.

        Therapie

        Therapieziele

        • DieVerbesserung Therapiezieleder basieren auf den individuellen VoraussetzungenSprechflüssigkeit und Bedürfnissen.der Kernsymptomatik1,3
        • Verringerung Esder sozio-emotionalen gibt keine bekannte Methode zur vollständigen HeilungBelastung
        • Abbau von StotternBeeinträchtigungen beiin Erwachsenen.Schule und Beruf
        • DieFörderung Stottertherapievon wird oft in zwei Hauptkategorien unterteilt: Sprechtechnische AnsätzePartizipation, die zu einem so flüssigen Sprechen wie möglich führen sollen,Lebensaktivität und Modifikations-AnsLebensqualitätzet1, die darauf abzielen, das Sprechen so ungehemmt wie möglich zu machen und so ein weniger stark ausgeprägtes und stärker kontrolliertes Stottern zu ermöglichen. Integrierte Therapieformen beinhalten beide Ansätze.3

        Allgemeines zur Therapie

        • Qualitative StudienIndikation zur WirkungTherapie1,3
          • bei Stotterbeginn im Alter von 3–6 Jahren zunächst Beobachtung über 6–12 Monate
          • Therapiebeginn bei anschließend persistierendem Stottern
          • Ausnahmen mit Empfehlung zu sofortigem Therapiebeginn
            • Risikokonstellation für eine Stotterpersistenz
            • lang dauernde Stotterereignisse mit Kontrollverlust
            • Belastung von Eltern und/oder Kind
            • Beeinträchtigung von Teilhabe und Aktivität
        • Variable Rahmenbedingungen der BehandlungTherapie zeigenin gemischteAbstimmung Ergebnissemit Betroffenen und Angehörigen1,3
          • ambulant oder stationär
          • Einzel- oder Gruppenbehandlung
          • intensiv oder extensiv
          • ggf. höhere Wirksamkeit von Intensivbehandlungen
        • Therapiebestandteile mit nachgewiesener Wirksamkeit1,3
          • intensive Anwendung des eingangs prolongierten Sprechens
          • Übungen in und vor Gruppen
          • Training von:
            • Wegenweichen desStimmeinsätzen
            • rhythmischem hohenSprechen
            • kontrollierter AnteilsAtmung
            • geänderter spontaner Verbesserungen sind ForschungenEinstellung zum Behandlungseffekt schwierig.Sprechen
            • Randomisierte, kontrollierte Studien mit langen Beobachtungszeiträumen sind nur schwer durchzuführen, da sich nur schwer Patienten für die Kontrollgruppe (ohne Behandlung) finden lassen, die bereit wären, abzuwartenAlltagstransfer
            • Selbstbewertung und zu sehen, ob sich das Stottern von allein erledigtSelbstmanagement.
          • GemäßAbzielen einerauf systematischen ÜberprSprechnatüfung aus dem Jahr 200619 enthält das Lidcombe-Programm die am besten dokumentierten Behandlungsgrundsätze für die Altersgrupperlichkeit
          • Einsatz von fünf bis sechs Jahren:
            • Die Autoren weisen darauf hin, dass keine andere Behandlung in Studien mit hoher Qualität die gleiche Wirksamkeit in dieser Altersgruppe aufweisen kann.Erhaltungsprogrammen
          • InErgänzende der Altersgruppe von sechs bis zwölf Jahren sind die Forschungsergebnisse wesentlich unübersichtlicher:Therapiebestandteile193
            • VerfahrenGeräte aufund der Grundlage des Chor-EffektsSoftware (Sprechenz. imB. Sprechmetrum, ChorFrequenzänderung) können in der verfügbaren Literatur nicht als wirksam bestätigt werden.13-15
            • AndereBiofeedbackverfahren
            • Anbindung Artenan der Behandlung (verlängertes Sprechen, Pausentechniken usw.) haben keinen dokumentierten Effekt, mit Ausnahme von Studien, in denen solche Techniken mit Ansätzen einer feedbackorientierten Therapie kombiniert werden.Selbsthilfevereinigungen
          • JeTherapie jüngervon dasBegleitsymptomen Kindund Komorbiditäten2
            • individuelle Priorisierung der Abfolge der Therapien
            • z. B. soziale Ängste, destoweitere Angststörungen oder größerDepressionen
            • Vermeidungsverhalten istals dieerlernte Chance,Reaktion auf das Stottern durchfür therapeutischeBehandlungen Maßnahmenmeist loszuwerden.gut Beizugänglich
          • Einsatz älterenvon Kindern konzentriert man sich mehr darauf, die Art und Weise ihres Stotterns sowie die eigenen Reaktionen zu beeinflussen:Nachteilsausgleichen
            • Zuz. beachtenB. istzusätzliche jedoch,Zeit dassoder bei einem hohen AnteilNutzung von betroffenenGeräten Kindernin ein spontaner RPrückgang des Stotterns zu beobachten ist. Selbst die vorsichtigsten Schätzungen sprechen von einer spontanen Verbesserung bei 30-50 % bei Vorschulkindern.19fungssituationen
            • AuchKönnen wenn noch nicht klar ist, ob eine effektive Therapie einfach nur die natürliche Verbesserung beschleunigt, kann sie doch dazu beitragen, den Zeitraum zu verkürzen,Belastungen in demSchule dasund KindBeruf denteilweise negativen sozialen Auswirkungen des Stotterns ausgesetzt istausgleichen.3

          Therapieverfahren

          • EineDer frühgesamte einsetzendeAbschnitt basiert auf diesen Referenzen.1,3,16-19

          Sprechrestrukturierung

          • Verhaltenstherapeutische Übungsverfahren mit Erlernen eines neuen Sprechmusters
            • Kann ab einem Alter von 6 Jahren und soll ab einem Alter ab 12 Jahren eingesetzt werden.
            • starke Evidenz
            • Behandlungserfolge auch in der Therapie istvon effektiverPoltern
          • Häufige Formen: „Fluency Shaping“
            • zunächst stark verlangsamtes Sprechen
            • Training von weichen Stimmeinsätzen und kontinuierlicher Stimmgebung
            • schrittweise Erhöhung des Sprechtempos
          • Kasseler Stottertherapie (KST)
            • Beinhaltet zusätzlich Komponenten zur Reduktion von negativen Emotionen und den Einsatz von Übungssoftware.
            • Gehört zu den am besten validierten Verfahren zur Behandlung von Kindern im Schulalter und Jugendlichen.

          Stottermodifikation

          • Sprechtechnik zur (ausschließlichen) Bearbeitung der auftretenden Stotterereignisse
            • anwendbar in jedem Alter
            • weniger starke Evidenz als eineSprachrestrukturierung
          • Bei erstStotterereignissen wird das Sprechen gestoppt und die Silbe geführt artikuliert.
          • Zusätzlich Desensibilisierungsübungen (z. B. gegenüber Zuhörerreaktionen)
          • Kombinationen mit Sprechrestrukturierung möglich

          Lidcombe-Verfahren

          • Therapie auf dem Prinzip des operanten Lernens
            • Soll im Alter von 3–6 Jahren eingesetzt werden.
            • starke Evidenz und gute Langzeitwirkung
          • Verhaltensabhängige soziale Rückmeldung zur Steigerung des Anteils flüssigen Sprechens
          • Sanfte, unbelastende Korrekturen durch enge Bezugspersonen des Kindes (Co-Therapeut*innen) in strukturierten Spielsituationen, später eingeleitetein Behandlung:Alltagssituationen
          • Verhältnis zwischen Lob und Selbstkorrektur wichtig
            • Diesehr früheviel Therapiepositive, solltewenig innerhalbnegative eines Jahres nach Einsetzen der Symptome beginnen.3Verstärkung

          Indirekte Methoden

          • EineMethoden Behandlung,zur dieindirekten vorBeeinflussung demdes Stotterns
            • anwendbar im Alter von sechs3–6 Jahren
            • starke beginntEvidenz
          • Häufigstes Verfahren: RESTART-DCM (Demands and Capacities Model)
          • Schaffung individueller sprechflüssigkeitsfördernder Bedingungen
            • linguistische Vereinfachungen und Verlangsamungen (v. a. des Sprechvorbilds)
            • Interaktionsverhalten mit den Bezugspersonen (Wertschätzung, gelassene vermindertReaktionen das Risiko, dass dasauf Stottern)
            • Behebung schwerungünstiger therapierbarBedingungen wirdim Familienalltag (Alltagsroutinen)

          Nicht empfohlene Therapien

          • Medikamentöse Therapien
            • Sollen nicht eingesetzt werden (starke negative Evidenz).1,3-4,12,20
          • ZurUnspezifizierte BehandlungStottertherapien sozialerohne Angststörungen,festgelegtes die aufgrund des Stotterns auftreten können, kommen kognitive Therapieformen zum Einsatz.3Konzept
          • Es gibt keine pharmakologischen Behandlungsalternativen für das Stottern.1,3

          Empfehlungen für Patienten

          • Die Familie spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung des Stotterns bei Kindern.Hypnose
          • Es sollte eine Umgebung geschaffen werden, in der langsames Rhythmisches Sprechen gefördert(als wird.alleinige Eltern,oder Geschwistervorrangige und andere Kontaktpersonen sollten dem Kind Zeit lassen zu sprechen und selbst langsam und entspannt sprechen, wenn sie dem Kind aus einer Stotterepisode heraushelfen möchten.20-21Therapie)
          • Wenn Stottern auf freundliche, zugewandte und vorurteilsfreie Weise akzeptiert wird, verstärkt sich das Problem nicht. Gleichzeitig kann ein solcher Umgang tröstlich für ein frustriertes Kind sein.
          • Die Behandlung besteht unter anderem darin, Lob auszusprechen, wenn das Kind nicht stottert, und das Kind auf einzelneAtemregulation (aberals nicht alle) Stotterepisoden aufmerksam zu machen (Lidcombe-Programm).

          Medikamentöse Therapie

          • Es wurden mehrere Studien zu medikamentösen Therapien zur Kontrollealleinige oder Linderungvorrangige des Stotterns durchgeführt, die Therapien haben sich aber sämtlich als unwirksam erwiesen oder haben unerwünschte Nebenwirkungen.1,3
          • Eine Durchsicht der verfügbaren Forschungsarbeiten von 1970-200522 zeigte keine Wirkung einer medikamentösen Behandlung.

          Andere Behandlungsmaßnahmen, technische Hilfsmittel

          • Die Maßnahmen, mithilfe technischer Hilfsmittel zu einem flüssigen Sprechen zu gelangen, stützen sich in hohem Maße auf die Schaffung eines Chor-Effekts, denn viele vom Stottern Betroffene können flüssig sprechen, wenn sie im Chor mit jemandem sprechen, der nicht stottert:
            • Geräte, die ein „Altered Auditory Feedback“ (AAFTherapie) bieten (siehe unten), können den Redefluss verbessern. Die Anwender hören eine modifizierte Version ihrer eigenen Stimme.
            • Es gibt Trainingsprogramme auf der Grundlage solcher Geräte sowie Apparate, die kontinuierlich zum Einsatz kommen, um den Redefluss zu verbessern.
          • Die Langzeitwirkung dieser Geräte ist noch nicht dokumentiert.3,23-24
          • Es gibt verschiedene technische Hilfsmittel auf dem Markt.
          • Ihnen allen gemeinsam ist, dass die technische Entwicklung den Forschungsarbeiten zur Wirkung der Geräte voraus ist.3,25
          • Hinter dem Einsatz von „Altered Auditory Feedback“ liegt der Chor-Effekt, bei dem die Anwender eine modifizierte Version ihrer eigenen Stimme hören, durch:
            • FAF (frequency-shifted auditory feedback), wobei die Anwender eine verzerrte Version ihrer eigenen Stimme hören.
            • DAF (delayed auditory feedback), wobei die Anwender eine verzögerte Version ihrer eigenen Stimme hören.
            • Bei einigen Geräten kommen beide Prinzipien zum Einsatz.
          • Für Personen, die stottern, kann ein spezielles Hörgerät einen positiven Effekt haben, wenn sie laut lesen.
          • Wirkung der Anwendung technischer Hilfsmittel:
            • In einer nicht-systematischen Auswertung von Artikeln mit Veröffentlichung zwischen 1995 und 2005 wurde die Wirkung von AAF-Geräten untersucht.
            • Die Auswertung kommt zu dem Schluss, dass es einige experimentelle und begrenzte Phase-1-Studien mit nachgewiesener Wirksamkeit gibt, dass Erkenntnisse zur Wirkung im alltäglichen Sprechen aber fehlen.
            • Es liegen Studien vor, die zeigen, dass AAF-Geräte eine positive Wirkung auf das Vorlesen haben (40-85 % weniger Stottern).
          • In einer nicht-randomisierten Studie mit erwachsenen Patienten konnte ein positiver Effekt des sogenannten elektromyografischen Feedbacks gezeigt werden, in späteren Studien ist ein entsprechender Erfolg aber ausgeblieben.3

          Behandlung von frühem, mildem Stottern

          • Die Behandlung von leichtem, frühem Stottern, in der Regel bei Kindern unter sechs Jahren, konzentriert sich auf die Vorbeugung oder Beseitigung von Verhaltensweisen, die mit dem Stottern verbunden sind.
          • Die Behandlung erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit den Eltern und mit direkten Therapiemaßnahmen.
          • Das Lidcombe-Programm, das in den letzten Jahren immer häufiger zum Einsatz kam (Australien, Großbritannien, USA) beinhaltet, dass die Eltern vor allem flüssiges Sprechen beim Kind loben und nur gelegentlich aufs Stottern hinweisen sollen.26 Ein anderes Verfahren, bei dem die Eltern als Unterstützer mitarbeiten , ist das Palin PCI-Konzept (Parent-Child Interaction).

          Behandlung von schwerem Stottern

          • Das Lidcombe-Programm kann zum Einsatz kommen, wenn die Behandlung früh beginnt.
          • Bei fortgeschritteneren und länger anhaltenden Formen des Stotterns und sekundären Verhaltensweisen besteht die Behandlung darin, dass zwischen zwei Haupttherapien hin- und hergewechselt wird oder dass beide kombiniert werden.
          • Die erste Maßnahme ist die Anwendung von Techniken, die flüssiges Sprechen ermöglichen und Stottern durch einen kontrollierten Redefluss ersetzen, eine Sprechweise, die sehr genaue Selbstüberwachung erfordert.
          • Die zweite Maßnahme konzentriert sich auf die Verringerung des Schweregrads des Stotterns, sodass ein Sprechen ohne Kampf um die Kontrolle der Primärsymptome möglich wird, Sekundärverhalten eliminiert und die Angst vor offenbarem Stottern gemindert wird. Erreicht wird dies durch eine „Modifikation“ des Stotterns oder eine traditionelle Stottertherapie.
          • Angstzustände und psychosoziale Probleme werden mit einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt.

          Verlauf, Komplikationen und Prognose

          Verlauf

          • BeiBeginn fast 80 % aller Kinder, die stottern, hört dasvon Stottern meist im jungenAlter Erwachsenenaltervon auf.2–6 Zwischen 0,7 und 1 % der erwachsenen Bevölkerung stottern, und 80 % davon sind Männer.Jahren61-2
          • BeiRemissionen etwahäufig 75 % aller Kinder im Vorschulalter mit entwicklungsbedingtem Stottern geht das Stottern innerhalb von vier Jahren von alleinbis zur Pubertät (meist bis 4 Jahre nach Beginn)1
          • Eine dauerhafte Remission bezeichnet eine Spontansprache ohne stottertypische Unflückssigkeiten über mindestens 12 Monate.61

          Komplikationen

          Prognose

          • BeiSpontane etwaRemission des Stotterns in 70–80  % der Kinder hört das Stottern auf, bevor sie erwachsen werdenFälle271 (30-50 % in eher konservativen Schätzungen,3,6,19).
            • häufig in den ersten 2 Jahren nach Manifestation
            • 25 %ansonsten allermeist Kinder,bis diezur stottern, wenn sie 4 Jahre alt sind, stottern noch, wenn sie 16 Jahre alt sind. 50 % aller Kinder, die stottern, wenn sie 6 Jahre alt sind, stottern noch, wenn sie 16 Jahre alt sind. 75 % aller Kinder, die stottern, wenn sie 10 Jahre alt sind, stottern noch, wenn sie 16 Jahre alt sind.Pubertät
          • DieRedeflussstörungen Wahrscheinlichkeit,persistieren Verhaltensweisen eliminierenin bis zu können,1% dieder mitFälle dem Stottern assoziiert sind, sinkt, wenn das Stottern nach dem Alter von 8 Jahren weiterhin bestehtlebenslang.62
          • Es gibt zwar keine gesicherte HeilungRisikofaktoren für daspersistierendes Stottern,3
            • männliches aberGeschlecht
            • familiäre eineHäufung erfolgreiche(persistierenden) BeseitigungStotterns
            • Manifestation vonim leichtemAlter Stottern> 3–4 Jahren
            • ausbleibende Abnahme des Schweregrads in den ersten 7–12 Monaten
          • Eine konkrete Prognose ist oftfür möglich,den wennEinzelfall dienicht Behandlungabsehbar.1

          Verlaufskontrolle

          • Die imVerlaufskontrollen Vorschulaltererfolgen beginntmittels der beschrieben Diagnostikinstrumente in regelmäßigen Abständen.
          • FürEine alleUmstellung Menschen,des dieTherapiekonzeptes stottern,bei fehlender Verbesserung ist esnach wichtig3 Monaten empfohlen.1, eine geeignete Kombination aus Lernen, Training und individueller Therapie zu finden, um so gute Ergebnisse wie möglich zu erzielen.3

          Patienteninformationen

          Patienteninformation in Deximed

          Patientenorganisationen

          Quellen

          Leitlinien

          Quellen

          Literatur

          1. Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V. (DGPP). Redeflussstörungen, Pathogenese, Diagnostik und Behandlung. AWMF-Leitlinie Nr. 049-01. S3, Stand 2016 (abgelaufen). www.awmf.org
          2. Neumann K, Euler HA, Bosshardt HG, Cook S, Sandrieser P, Sommer M: Pathogenese, Diagnostik und Behandlung von Redeflussstörungen (Clinical practice guideline: The pathogenesis, assessment and treatment of speech fluency disorders). Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 383–90. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0383 www.aerzteblatt.de
          3. Neumann, K. Redeflussstörungen im Kindes- und Jugendalter. Monatsschr Kinderheilkd 167, 453–466 (2019). doi.org
          4. Prasse JE, Kikano GE. Stuttering: An overview. Am Fam Physician 2008; 77: 1271-6. PubMed
          5. Johnson CJ, Beitchman JH, Young A, et al. Fourteen-year follow-up of children with and without speech/language impairments: Speech/language stability and outcomes. J Speech Lang Hear Res 1999; 42: 744. PubMed
          6. O'Brian S. Onslow M. Clinical management of stuttering in children and adults. BMJ 2011; 342: d3742. BMJ (DOI)
          7. Carter J, Musher K. Evaluation and treatment of speech and language disorders in children. UpToDate, last updated Nov 28, 2006. UpToDate
          8. Craig A, Hancock K, Tran Y, Craig M, Peters K. Epidemiology of stuttering in the community across the entire life span. J Speech Lang Hear Res 2002; 45: 1097-1105. PubMed
          9. Yairi E, Ambrose NG. Early childhood stuttering I: persistency and recovery rates. J Speech Lang Hear Res 1999; 42: 1097-1112. PubMed
          10. Ludlow CR. Stuttering: dysfunction in a complex and dynamimc system. Brain 2000; 123: 1983-4. PubMed
          11. Alm P. On the casual mechanisms of stuttering dissertation, Lund university; 2005
          12. Weber-Fox C, Spencer RM, Spruill JE III, Smith A. Phonologic processing in adults who stutter: electrophysiological and behavioral evidence. J Speech Lang Hear Res 2004; 47: 1244-58. PubMed
          13. Bosshardt HG. Cognitive processing load as a determinant of stuttering: summary of a research programme. Clin Linguist Phon 2006; 20: 371-85. PubMed
          14. Yairi E, Ambrose N, Cox N. Genetics of stuttering: a critical review. J Speech Hear Res 1996; 39: 771-84. PubMed
          15. Felsenfeld S, Kirk KM, Zhu G, Statham DJ, Neale MC, Martin NG. A study of the genetic and environmental etiology of stuttering in a selected twin sample. Behav Genet 2000; 30: 359-66. PubMed
          16. Yairi E, Ambrose N. Onset of stuttering in preschool children: selected factors. J Speech Hear Res 1992; 35: 782-8. PubMed
          17. Suresh R, Ambrose N, Roe C, et al. New complexities in the genetics of stuttering: significant sex-specific linkage signals. Am J Hum Genet 2006; 78: 554-63. PubMed
          18. Wittke-Thompson JK, Ambrose N, Yairi E, et al. Genetic studies of stuttering in a founder population. J Fluency Disord 2007; 32: 33-50. PubMed
          19. Miller SPtok, Watson BCM. TheStottern relationship betweenPathogenese communicationund attitude, anxiety, and depression in stutterers and nonstuttersTherapie. JDtsch Speech Hear Res 1992; 35: 789-98. PubMed
          20. Karrass J, Walden TA, Conture EG, et al. Relation of emotional reactivity and regulation to childhood stuttering. J Commun DisordArztebl 2006; 39103(18): 402-23A 1216–1221. PubMedwww.aerzteblatt.de
          21. Klein JFNatke, HoodU; SBKohmäscher, A. TheStottern. impactHeidelberg: Springer Berlin, 2020. doi.org
          22. O'Brian S. Onslow M. Clinical management of stuttering onin employment opportunitieschildren and job performanceadults. JBMJ Fluency Disord 20042011; 29342: 255-73d3742. PubMed
          23. BotheBMJ AK, Davidow JH, Bramlett RE, Ingham RJ. Stuttering treatment research 1970-2005: I. Systematic review incorporating trial quality assessment of behavioral, cognitive, and related approaches. Am J Speech Lang Pathol 2006; 15: 321-41. PubMed
          24. Venkatagiri HS. Recent advances in the treatment of stuttering: a theoretical perspective. J Commun Disord 2005; 38: 375-93. PubMed
          25. Ratner NB, Guitar B. Treatment of very early stuttering and parent-administered therapy: the state of the art. In: Ratner NB, Tetnowski J. Current Issues in Stuttering Research and Practice. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates; 2006: 99-124.
          26. Bothe AK, Davidow JH, Bramlett RE, Franic DM, Ingham RJ. Stuttering treatment research 1970-2005: II. Systematic review incorporating trial quality assessment of pharmacological approaches. Am J Speech Lang Pathol 2006; 15: 342-52. PubMed(DOI)
          27. Armson J, Kiefte M, Mason J, De Croos D. The effect of SpeechEasy on stuttering frequency in laboratory conditions. J Fluency Disord 2006; 31: 137-52. PubMed
          28. Lincoln M, Packman A, Onslow M. Altered auditory feedback and the treatment of stuttering: a review. J Fluency Disord 2006; 31: 71-89. PubMed
          29. Pollard R, Ellis JB, Finan D, Ramig PR. Effects of the SpeechEasy on objective and perceived aspects of stuttering: a 6-month, phase I clinical trial in naturalistic environments. J Speech Lang Hear Res 2009; 52: 516-33. PubMed
          30. Venkatagiri HS. Recent advances in the treatment of stuttering: a theoretical perspective. J Commun Disord 2005; 38: 375-93. PubMed
          31. Ratner NB, Guitar B. Treatment of very early stuttering and parent-administered therapy: the state of the art. In: Ratner NB, Tetnowski J. Current Issues in Stuttering Research and Practice. Mahwah, N.J.: Lawrence Erlbaum Associates; 2006: 99-124.
          32. Woods S, Shearsby J, Onslow M, Burnham D. Psychological impact of the Lidcombe Program of early stuttering intervention. Int J Lang Commun Disord 2002; 37: 31-40. PubMed
          33. YairiBothe EAK, AmbroseDavidow NJH, Bramlett RE, Ingham RJ. EarlyStuttering childhoodtreatment stutteringresearch 1970-2005: I. ForSystematic cliniciansreview byincorporating clinicians.trial quality assessment of behavioral, cognitive, and related approaches. ProAm J Speech Lang Pathol 2006; 15: 321-Ed41. AustinPubMed
          34. Bothe AK, TexasDavidow JH, 2005Bramlett RE, Franic DM, Ingham RJ. Stuttering treatment research 1970-2005: II. Systematic review incorporating trial quality assessment of pharmacological approaches. Am J Speech Lang Pathol 2006; 15: 342-52. PubMed
          35. MaguireKlein GAJF, YuHood BP, Franklin DL, Riley GDSB. AlleviatingThe impact of stuttering withon pharmacologicalemployment interventionsopportunities and job performance. ExpertJ OpinFluency PharmacotherDisord 2004; 529: 1565255-7173. PubMed

          AutorenAutor*innen

          • MarikaJonas SchützKlaus, legitimeradArzt logopedin Weiterbildung Neurologie, Sprakar.se, styrelseledamot Svenska LogopedförbundetHamburg
          • KurtDie Østhuusursprüngliche KroghVersion dieses Artikels basiert auf einem entsprechenden Artikel im norwegischen hausärztlichen Online-Handbuch Norsk Elektronisk Legehåndbok (NEL, specialist inom barnsjukdomar, Barne- og ungdomsklinikken, St https://legehandboka. Olavs Hospital, Trondheim Olavs Hospital, Trondheimno/).
          F98; F985; F986
          stamming; taleflytvansker; Stamning
          P10
          Gestörter Sprechrhythmus; Sprechstörung; Störung des Redeflusses; Entwicklungsstörung; Neurogenes Stottern; Psychogenes Stottern; Unterbrechungen des Sprechens; Stotterepisoden; Lidcombe-Programm; Chor-Effekt; Altered Auditory Feedback; AAF; Palin PCI-Konzept; Redeflüssigkeit; Sprechflüssigkeit; Stottern; Poltern; Normale Sprechunflüssigkeit; Redeflussstörung; Sprechflussstörung; Balbuties; Blockierung; W; Stottermodifikation; Sprachrestrukturierung; operantes Lernen; indirekte Verfahren
          Redeflussstörung: Stottern und Poltern
          BBB MK 29.06.2022 revidiert, gekürzt und umgeschrieben, Therapie neu geschrieben. Check GO 13.2.
          document-disease document-nav document-tools document-theme
          Definition:UngewolltStörungen mangelndeder FlRede- oder Sprechflüssigkeit mit überwiegend genetischen Ursachen. Häufigkeit:Prävalenz des Stotterns unter Kinder und Jugendlichen im verbalenAlter Ausdruckvon sowie2–18 gestörterJahren Sprechrhythmusbei etwa 1–1,4 %. EsDas gibtmännliche immer mehr Belege dafür, dass eine der Ursachen eine entsprechende genetische DispositionGeschlecht ist, whährendufiger Umweltfaktoren Einfluss auf die Schwere der Störung habenbetroffen.
          Pädiatrie
          Redeflussstörung: Stottern und Poltern
          /link/f8f36afa5de2463ab9bfb126f6c7d72c.aspx
          /link/f8f36afa5de2463ab9bfb126f6c7d72c.aspx
          redeflussstorung-stottern-und-poltern
          SiteDisease
          Redeflussstörung: Stottern und Poltern
          anders.skjeggestad@nhi.no
          uanders@nhi.boos@gesinform.de (patched by system)no
          de
          de
          de